Al Taylor

Arbeiten

Text

Der amerikanische Künstler Al Taylor, geboren 1948 in Springfield, Missouri, studierte von 1966 bis 1970 am Kansas City Art Institute. Gleich nach seinem Abschluss als Bachelor of Fine Arts in Malerei und Druckgraphik zog er nach New York, wo er bis zu seinem frühen Tod 1999 lebte und arbeitete. Die langjährige und intensive Zusammenarbeit mit der Galerie Fred Jahn begann 1991 und markierte, wie es der Künstler selbst sah, einen Wendepunkt in seiner Karriere. Taylors erste Museumsausstellung fand 1992 in der Kunsthalle Bern statt. Werke des Künstlers befinden sich in den Sammlungen namhafter Museen wie etwa des Museum of Modern Art, New York, des Musée National d’Art Moderne, Centre Georges Pompidou, Paris, des British Museum, London, und der Staatlichen Graphischen Sammlung München.

Al Taylor, von 1975 bis 1982 Atelierassistent von Robert Rauschenberg, arbeitete Mitte der achtziger Jahre wiederholt mit der Choreographin und Tänzerin Meg Eginton zusammen. Beim Entwurf von Bühnenbildern für sie entstanden seine ersten objekthaft gebauten, dreidimensionalen Arbeiten. Sie sollten künftig – neben der Zeichnung – besonders bedeutsam für ihn werden und häufig „vor Ort“ entstehen. Zum Beispiel reiste Taylor für seine Ausstellung in der Galerie Fred Jahn 1994 bereits im April nach München, um vorzubereiten, was im Mai eröffnet wurde – Zeichnungen und dreidimensionale Objekte aus Blechdosen, Plexiglas, Holz und Draht, die als Installation in der Galerie Fred Jahn | Baaderstraße zu sehen waren.

Seine spielerisch leichten, manchmal fragil erscheinenden und dennoch sehr präsenten Gebilde aus Alltagsmaterialien und Dingen der Plastik- und Wegwerfkultur – Schläuche, Blechdosen, Kleiderbügel, Hula-Hoop-Reifen etc. – mit Draht verspannt, an Wände und Decken montiert, entwickeln ein kaleidoskopisches Wechselspiel von Linie und Volumen, Licht und Schatten, Nähe und Ferne, sichtbarer Präsenz und Sich-Verlieren. Seine Objekte verstand Taylor als „Zeichnungen im Raum“ und seine Zeichnungen als Werke gleicher Thematik mit anderen Mitteln – um immer wieder aufs Neue die Möglichkeiten des Visuellen auszuloten.

Vita

1948

Al Taylor wird am 2. März in Springfield, Missouri, geboren

1966—1970

Studiert am Kansas City Art Institute Kunstgeschichte, Malen, Zeichnen und graphische Drucktechniken

Anschließend Umzug nach New York City

1975

Wird Atelierassistent von Robert Rauschenberg und arbeitet bis 1982 für ihn

1984—1985

Arbeitet mit der Choreographin und Tänzerin Meg Eginton zusammen und entwirft verschiedene Bühnenbilder für sie

1988

National Endowment for the Arts Individual Fellowship Grant im Bereich Skulptur

1991

Lernt in seinem New Yorker Atelier in der Franklin Street Fred Jahn kennen, der ihn künftig vertritt und ausstellt

Erste Reise nach München

1994

Beginnt die Arbeit an der Serie ‚Lily’s Trap‘

1998

Intensive Arbeitsphase in New York. Es entstehen die Serien ‚Rat Guards‘, ‚Wave Theories‘, ‚Floaters‘, ‚Counting with Outriggers‘ und ‚Bondage Ducks‘.

1999

Al Taylor stirbt am 31. März in New York

Selected Solo Shows

2017

Al Taylor. Early Paintings – David Zwirner, New York

Al Taylor. What are you looking at – High Museum of Art, Atlanta

2015

Al Taylor. Pet Stains, Puddles, and Full Gospel Neckless – David Zwirner, New York

Al Taylor. Pass the Peas and Shrunken Heads – Galería Cayón, Madrid

2014

Al Taylor, David Zwirner, London

Al Taylor. Arbeiten auf Papier 1983–1997 – Galerie Fred Jahn, München

2013

Drawing Instruments. Al Taylor’s Bat Parts and Endcuts – High Museum of Art, Atlanta

2012

Al Taylor. Pass the Peas and Can Studys – David Zwirner, New York

2011

Al Taylor. Wire Instruments and Pet Stains – Santa Monica Museum of Art, Santa Monica

2010

Al Taylor. Latin Studies. Wall Constructions and Works on Paper – Elizabeth Leach Gallery, Portland

Al Taylor. Arbeiten auf Papier / Works on Paper 1983–1998 – Schönewald Fine Arts, Düsseldorf

Al Taylor. Rim Jobs and Sideffects – David Zwirner, New York

Al Taylor. Das druckgraphische Werk – Staatliche Graphische Sammlung München, Pinakothek der Moderne, München; Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, Dänemark

2009

Al Taylor. München. Can Studies – Kunstverein Bremerhaven, Bremerhaven

2008

Al Taylor. Early Work – Zwirner & Wirth, New York

2006

Al Taylor. Puddles – Haunch of Venison, Zürich

Al Taylor. Drawings / Zeichnungen – Staatliche Graphische Sammlung München, Pinakothek der Moderne, München

Al Taylor – Haunch of Venison, London

2004

Al Taylor. Zeichnungen und Aquarelle 1997–1999 – Galerie Fred Jahn, München

Al Taylor. Bilder und Skulpturen – Kunstparterre, München

2002

Al Taylor – Gagosian Gallery, New York

2001

Al Taylor. Ho’omanamana. Zeichnungen 1998 und 1999 – Galerie Zell am See, Schloss Rosenberg, Zell am See, Österreich

1999

Al Taylor. Memorial Exhibition. Arbeiten auf Papier 1987–1997 – Galerie Fred Jahn, München

Al Taylor. Lures & Cures – Kunstmuseum Luzern, Luzern

1998

Al Taylor. Arbeiten auf Papier 1987–1997 – Galerie Zell am See, Schloss Rosenberg, Zell am See, Österreich

1997

Al Taylor. Endcuts – Skulpturen und Zeichnungen – Galerie Fred Jahn, München

Al Taylor. Full Gospel Neckless – Galleri Tommy Lund, Odense, Dänemark

1997

Peter Bonde, Olafur Eliasson, Al Taylor, Alan Uglow, Troels Wörsel – Galleri Tommy Lund, Odense, Dänemark

1996

Al Taylor. Sideffects / Näbewürkig – Galerie Erika & Otto Friedrich, Bern

1995

Al Taylor. Temporary Observations – Nolan / Eckman Gallery, New York

Al Taylor. Lily’s Trap – Galerie Zell am See, Schloss Rosenberg, Zell am See, Österreich

Al Taylor. Rim Jobs – Galleri Tommy Lund, Odense, Dänemark

1994

Al Taylor. Zeichnungen 1984–1994 – Galerie Fred Jahn, München

Al Taylor. Installation – Galerie Fred Jahn / Baaderstraße, München

Al Taylor. Skulpturen und Zeichnungen – Galerie Fred Jahn, Stuttgart

1993

Al Taylor. Drawings of Common Objects – Nolan / Eckman Gallery, New York

1992

Al Taylor. Puddles – David Nolan Gallery, New York

Al Taylor. Pass the Peas – Galerie Jahn und Fusban, München

Al Taylor – Kunsthalle Bern, Bern

1991

Al Taylor. Large Drawings – Galerie Alfred Kren, Köln

1989

Al Taylor. Pet Stains. Neue Arbeiten / New Work – Galerie Alfred Kren, Köln

1988

Al Taylor – Lorence-Monk Gallery, New York

1987

Al Taylor – Neue Arbeiten, Galerie Alfred Kren, Köln

1986

Al Taylor. Recent Work – Alfred Kren Gallery, New York

Selected Group Shows

2017

PLAN VIEW – Jahn und Jahn, München

2016

Architecture of Life – University of California, Berkeley Art Museum & Pacific Film Archive Berkeley

2015

Embracing Modernism. Ten Years of Drawings Acquisitions – The Morgan Library & Museum, New York

2013

Bildhauerzeichnungen. Barry Le Va / Fred Sandback / Al Taylor – Galerie Fred Jahn, München

Die Sammlung Hubert Looser – Kunsthaus Zürich, Zürich

2012

Pink Caviar – Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, Dänemark

2009

Die Gegenwart der Linie. Eine Bestandsauswahl neuerer Erwerbungen des 20. und 21. Jahrhunderts – Staatliche Graphische Sammlung München, Pinakothek der Moderne, München

2005

Sets, Series, and Suites. Contemporary Prints – Museum of Fine Arts, Boston

Skulls. Bilder im Angesicht des Todes / Images in the Face of Death – Schönewald Fine Arts / Schönewald und Beuse, Xanten, Deutschland

Brice Marden / Al Taylor / Terry Winters. Works on Paper – Nolan / Eckman Gallery, New York

1994

Al Taylor / Alan Uglow – Galleri Tommy Lund, Odense, Dänemark

Kirsten Ortwed / Al Taylor / Alan Uglow / Troels Wörsel – Galleri Tommy Lund, Odense, Dänemark

1993

The Second Dimension. Twentieth-Century Sculptors’ Drawings – The Brooklyn Museum, Brooklyn, New York

1990

Three Portfolios. Brice Marden, Al Taylor, Richard Tuttle – Galerie Alfred Kren, Köln

1989

Projects & Portfolios. The 25th National Print Exhibition – The Brooklyn Museum, Brooklyn, New York

1986

Artists for Artists – Charles Cowles Gallery / Annex, New York

1985

Drawings by Roni Horn, Michael Peglau, Al Taylor – Alfred Kren Gallery, New York